Strukturreform der Landeskirche Sachsen im Jahr 2020

Vor dem Hintergrund eines landesweiten Rückgangs der Gemeindegliederzahlen und dem damit verbunden Rückgang der Kirchensteuereinnahmen, stehen den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche im Jahr 2020 notwendige zukunftsorientierte Strukturänderungen bevor.

Diese Änderungen sollen auf lange Sicht …

… eine personelle und sächliche Planungssicherheit gewährleisten
… in den nächsten Jahren kontinuierliche Gemeindearbeit
ermöglichen

Aus diesem Grund wurde am 16. April 2018 durch die Landeskirche Sachsen ein neues
Kirchengesetz zur regionalen Zusammenarbeit verabschiedet.

Dieses fordert die Kirchgemeinden des sächsischen Landeskirche dazu auf Regionen zu bilden, in denen bis in das Jahr 2030 nicht weniger als drei volle Pfarrstellen erhalten bleiben können (§10a Ziffer 2), was im ländlichen Bereich einer Zahl von mindestens 4000 Gemeindegliedern innerhalb der Region gleich kommt.   

Die entstehenden Regionen …

… sind dabei als gemeinsame Verantwortungs- und Kommunikationsräum zu verstehen, die eine Zusammenarbeit über Kirchgemeindegrenzen hinweg erleichtern sollen. Bei Ihrer Bildung sollten folglich auch gemeinsame kommunale, geschichtliche oder schulische Bezüge und bereits gewachsene Kooperationen berücksichtigt werden. Die Regionen als solche sind jedoch nicht rechtsfähig, also keine Rechts- oder Anstellungsträger

In einem ersten Schritt müssen daher zum 01.01.2020 Struktureinheiten gebildet werden, die zu diesem Zeitpunkt über mindestens 4000 Gemeindeglieder verfügen.

Struktureinheiten

Das Kirchgemeindestrukturgesetz sieht dabei die folgenden Modelle möglicher Struktureinheiten vor:

Neben diesen wesentlichen Aspekten unterscheiden sich diese Modelle in weiteren Punkten, wie z. B. der Pfarrstellenbesetzung, der Anstellung von Mitarbeitenden und der Immobilien- und Gebäudekonzeption. Detaillierte Informationen finden sich in der durch die Landeskirche zur Verfügung gestellten
Arbeitshilfe zum Kirchengesetz (Stand 24.4.18).

Eine gemeinsame Region für Crimmitschau und Werdau

Der erarbeitete Entwurf der Kirchenbezirkssynode sieht die Bildung zweier Schwesterkirchverhältnisse innerhalb der gemeinsamen Region CrimmitschauWerdau vor.

Innerhalb der Struktureinheit Crimmitschau ist dabei die Enstehung von 6 Schwesterkirchen durch Vereinigung der folgenden Kirchgemeinden geplant:

Crimmitschau-Luther, Frankenhausen, Grünberg- Heyersdorf (923)
Crimmitschau-Laurentius, Crimmitschau-Johannis (1628)
Rudelswald, Langenreinsdorf (397)
Seelingstädt, Blankenhain, Rußdorf (648)
Neukirchen, Lauterbach (713)
Lauenhain, Gablenz (249)
Perspektive für unsere Kirchgemeinden

Bildung einer vereinigten
„Ev. Luth. Kirchgemeinde Seelingstädt-Blankenhain-Rußdorf“ unter der Voraussetzung, dass es zur Bildung eines Schwesterkirch-verhältnisses innerhalb der Struktureinheit Crimmitschau kommt (Beschluss der Kirchenvorstände 2018).

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der EVLKS.

Website der Kirchgemeinden Seelingstädt, Blankenhain und Rußdorf